Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften des Landes stehen vor einer wachsenden Herausforderung: Bundesweit fehlen qualifizierte Nachwuchskr?fte für freiwerdende Professuren. Als Reaktion darauf hat die HFT Stuttgart mit acht baden-württembergischen Hochschulen das gemeinsame Mentoring-Programm ?HAWKarriere“ entwickelt. Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Mentoring (DGM) hat nun die hohe Qualit?t des Programms bescheinigt und die Erstzertifizierung empfohlen.
"Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Professorinnen und Professoren ist eine zentrale Zukunftsfrage für Hochschulen für angewandte Wissenschaften. HAWKarriere leistet hierzu einen wichtigen Beitrag", sagt Isabella Fischer, Programmkoordinatorin an der Hochschule für Technik Stuttgart. Seit Januar 2024 richtet sich HAWKarriere an Nachwuchswissenschaftler:innen, die zum einen eine wissenschaftliche Karriere und zum anderen eine Hochschulprofessur anstreben. Das Programm will qualifizierte Talente frühzeitig für eine Professur gewinnen, neu berufene Professor:innen begleiten und langfristig an die Hochschulen binden.
Der Wissenschaftliche Beirat der DGM lobt die beteiligten Hochschulen dafür, dass sie den Nachwuchswissenschaftlern konkrete Karrierem?glichkeiten aufzeigen. Mit dem Programm würden sie auch ermutigt, sich Unterstützung für ihren Karriereweg bei erfahrenen Professor:innen aus anderen Hochschulen zu holen. Positiv bewertet wird einerseits, dass die individuelle F?rderung mit strategischer Personalentwicklung verknüpft ist, andererseits die Betreuungsformate die an hochschuldidaktische Qualifizierungsangebote angebunden sind.
Entwickelt wurde HAWKarriere im Rahmen des Bund-L?nder-Programms FH-Personal. Erste Ergebnisse liegen bereits vor: Teilnehmende des Programms wurden auf Professuren am HfWU-Standort Geislingen berufen, zudem wurden gemeinsame Fachpublikationen ver?ffentlicht.
Mit ihrem Zertifikat best?tigt die DGM die Qualit?t und Wirksamkeit von HAWKarriere, um den professoralen Nachwuchs an Hochschulen zu st?rken. Der Verbund will das Programm langfristig anbieten und weiter ausbauen.