EnviMon - dein DIY-Umweltmonitor:Urbanes Mikroklima messen und lokalen Klimaschutz beschleunigen

?berblick

Der Klimawandel erfordert kollektives Handeln und wird besonders die jüngeren Generationen betreffen. Doch gerade für Kinder und Jugendliche ist der Klimaschutz oft ein abstrakter Begriff. Deshalb initiiert das Zentrum für Nachhaltige Stadtentwicklung gemeinsam mit den lokalen Vereinen KlimaTaskforce e.V. und the-NT.space e.V. ein Citizen-Science-Projekt in Nürtingen, um Klimaschutz für Kinder und Jugendliche greifbar zu machen. 

Partizipativ werden eine Klimamessstation, Sensorboxen, Workshops und ein Visualisierungskonzept entwickelt und implementiert, um das lokale Mikroklima zu erfassen. Durch diese Selbsterfahrung im Rahmen eines Do-it-Yourself- und Do-it-Together-Prozesses f?rdert EnviMon das Bewusstsein für Klimaschutz, adressiert die ?Klimaangst“ von Kindern und Jugendlichen und motiviert sie, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. 

Fragestellung

  • Wie unterscheiden sich subjektive Mikroklimawahrnehmungen von Kindern und Jugendlichen von objektiv gemessenen Mikroklimaparametern (z. B. Temperatur, Luftfeuchte, Beleuchtungsst?rke) im urbanen Raum?
  • Welche Faktoren (Ortstyp, Tageszeit, Beteiligungsgrad) beeinflussen diese Wahrnehmungs-Mess-Diskrepanzen?
  • Inwiefern ver?ndert die partizipative Einbindung in den Mess- und Auswertungsprozess die klima-bezogene Wahrnehmung und Handlungsintention der Teilnehmenden?
     

     


     

Vorgehensweise

Die Umsetzung des Forschungsprojekts erfolgt in fünf Schritten. 

  1. Interne Entwicklung: Konzeption und Vorbereitung der Klimamessstation, der Workshop-Formate und der Sensoren 

  2. Partizipative Vorbereitung: Bau der Klimamessstation mit Kindern und Jugendlichen 

  3. Partizipative Durchführung: Bau der DIY-Sensorboxen mit Kindern und Jugendlichen in DIT-Setting; Kinder und Jugendliche führen DIY-Messungen in ihrem Lebensumfeld durch; die Klimamessstation wird ?ffentlich aufgestellt

  4. Partizipative Auswertung: Forschungsergebnisse werden mit Kindern und Jugendlichen ausgewertet und visualisiert.

  5. Transfer und Verstetigung: Die Klimamessstation wird an verschiedenen Orten platziert, das Projektergebnis ?ffentlich pr?sentiert. Eine Toolbox (Bauanleitung für die Klimamessstation und DIY-Sensorboxen) erm?glicht Replizierbarkeit.

Die Auswahl und Weiterentwicklung der Mess-, Erhebungs- und Auswertungsmethoden erfolgt forschungsgeleitet und unterliegt keiner externen methodischen Vorgabe. Die Methodenwahl wird projektintern iterativ angepasst und wissenschaftlich begründet. Zur Messung des Erfolgs werden sowohl qualitative Ziele (Wahrnehmung von Mikroklima anhand psychometrischer Frageb?gen) als auch quantitative Ziele (u.a. Projektreichweite) verfolgt. Mehr als 50 % der Projektressourcen sind der Erhebung, Analyse und wissenschaftlichen Auswertung von Mikroklimadaten sowie der begleitenden Wahrnehmungsforschung zuzuordnen.

Angestrebte Ergebnisse

Das Projekt liefert empirische Daten zur Beziehung zwischen subjektiver Mikroklimawahrnehmung und objektiv gemessenen Umweltparametern im urbanen Raum. Es werden Muster und Abweichungen zwischen Wahrnehmung und Messwerten identifiziert und systematisch ausgewertet. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zur Forschung im Bereich Umweltwahrnehmung, Citizen Science und Klimabildung und sind auf vergleichbare urbane Kontexte übertragbar.

  • Logo des Projektes EnviMon
  • Logo der Klimaschutzstiftung
LeitungProf. Dr. Christina Simon-Philipp
PartnerKlima-Taskforce e.V. (KTF), the-NT.space e.V. (NTS)
F?rdergeberKlimaschutzstiftung Baden-Württemberg
ProgrammKlimaschutz selber machen
AusschreibungKlimaschutz selber machen: do it yourself für nachhaltige Ideen der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg
Laufzeit01.04.2025–30.09.2026

 

Team

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